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Illegale Bauschuttabladungen: Ein Spiel mit vielen Verlierern

Baurestmassen stellen in Deutschland mit 23 % die größte Abfallgruppe dar. Die meisten der anfallenden Materialien mineralische Abfälle, Beton, Backstein, Ziegel, Klinkersteine, Mörtelrest, Fliesen, Glasbausteine, Keramik und Sand können durch fachgerechtes Recycling wiederverwendet werden und kommen danach u. a. im Straßen-, Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau zum Einsatz. Voraussetzung Für diese Wiederverwendung ist die Anmietung geeigneter Bauschuttcontainer, in denen der Müll sortenrein sortiert und von professionellen Entsorgungsbetrieben abgeholt wird. Je nach Art und Zustand des Bauschutts fallen daFür erhebliche Kosten an, die sich Baufirmen und -herren leider immer häufiger sparen möchten.

Wilde Müllkippen kein schöner Trend

Illegale Bauschuttentsorgung: Ein Spiel mit vielen Verlierern

Ein Blick in die Lokalteile der Tageszeitungen belegt, dass zahlreiche Gemeinden und Kommunen verstärkt mit dem Phänomen der sogenannten wilden Müllkippen zu kämpfen haben. Privatleute, aber auch Unternehmer laden ihren Müll heimlich und illegal in der Landschaft ab, um so keine Entsorgungskosten zahlen zu müssen. Diese illegalen Bauschuttabladungen zeigen die kriminelle Energie, die mancher Umweltsünder entwickelt: Teilweise werden ganze Wagenladungen in Wälder, auf Wiesen oder sogar in Bach- und Flussläufe gekippt, frei nach dem Motto: "Aus den Augen aus dem Sinn". Leidtragend ist längst nicht nur die Umwelt: Die Kosten Für die Bereinigung der illegalen Müllhalden tragen die Kommunen selbst, also der Steuerzahler. Und das kann mitunter teuer zu stehen kommen. Je nachdem, wie viel Kreativität der Entsorger an den Tag gelegt hat, müssen spezielle Bergungsfahrzeuge und die dazugehörigen Fachkräfte engagiert werden, die den Müll dann mühevoll einsammeln und wegtransportieren müssen.

22 Anhängerladungen Schutt

Ein besonders schwerwiegender Fall solcher illegaler Bauschuttentsorgung beschäftigte die Polizei zu Beginn des Jahres in Wällstadt zwischen Gießen und Frankfurt am Main. Dort türmten sich an einer UmgehungsStraße mehrere Berge aus Bauschutt: Ganze 22 Anhängerladungen, umgerechnet ca. 350 Kubikmeter, waren dort von einem Unbekannten abgeladen worden. Neben den Entsorgungskosten von rund 30.000 Euro entstand dabei ein Schaden von 10.000 Euro. Rechnet man das Bußgeld hinzu, das den Verursacher der Verschmutzung erwartet, wäre eine sachgerechte, legale Entsorgung definitiv billiger gewesen. Denn eins ist klar: Je Größer die Menge des zu entsorgenden Unrats, umso wahrscheinlicher ist es, dass das Vergehen nicht unbeobachtet bleibt. Hier sollte man sich ganz genau überlegen, ob einem die Ersparnis das Risiko, erwischt zu werden, wirklich wert ist. Neben dem finanziellen Schaden sollte auch die Imageeinbuße nicht unterschätzt werden.